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Eine Duschwanne einfach ausbauen: Die wichtigsten Schritte für einen schadensfreien Ausbau

Eine Duschwanne auszubauen, klingt auf dem Papier einfach: Wasser abstellen, die Fuge entfernen, die Duschwanne anheben. In der Praxis hängt es vom Typ der … ab.

Plombier en train de démonter un bac de douche acrylique avec un pied-de-biche dans une salle de bain carrelée

Eine Duschwanne auszubauen, klingt auf dem Papier einfach: Wasser abstellen, Fuge entfernen, Wanne anheben. In der Praxis bestimmen die Art der Montage, der Anschluss des Ablaufs und der Zustand des Untergrunds unter der Wanne, wie schwierig der Ausbau tatsächlich ist. Bevor Sie zum Brecheisen greifen, sollten Sie wissen, worin sich eine erhöhte Duschwanne von einer bodengleich montierten unterscheidet – denn die Vorgehensweise beim Ausbau ist völlig unterschiedlich.

Erhöht, bodenstehend oder extra flach: Das ändert sich beim Ausbau

Die Ausbautechnik hängt direkt von der ursprünglichen Befestigungsart ab. Eine auf verstellbaren Füßen oder einem Gestell montierte Duschwanne lässt sich schneller lösen als eine mit Mörtel verklebte. Die folgende Tabelle fasst die konkreten Unterschiede zusammen.

Art der Duschwanne Übliche Befestigung Zugang zum Ablauf Schwierigkeitsgrad des Ausbaus
Erhöht (Füße oder Gestell) Verstellbare Füße, seitliche Schrauben Revisionsöffnung oder abnehmbare Verkleidung Gering bis mittel
Bodenstehend (Mörtel oder Kleber) Mörtelbett oder Fliesenkleber Keine Revisionsöffnung, Ablauf nur von oben zugänglich Mittel bis hoch
Extra flach und eingelassen Einbau in den Estrich, Verklebung Siphon häufig unter der Bodenplatte Hoch (Gefahr, Fliesen zu beschädigen)

Bei einer erhöhten Duschwanne ist der Zugang fast immer seitlich oder von unten möglich. Es reicht, die Verkleidung oder Revisionsöffnung abzunehmen, um an den Ablauf und den Siphon zu gelangen. Bei einer mit Mörtel verklebten Duschwanne muss beim Ausbau die Verankerung aufgebrochen werden. Das erfordert mehr Kraft und erhöht das Risiko, die angrenzenden Fliesen abzusplittern.

Am anspruchsvollsten ist der Ausbau einer extra flachen, eingelassenen Duschwanne. Unter der Wanne ist nur wenig Platz, und der Siphon kann unterhalb des Estrichniveaus liegen. Prüfen Sie diesen Bereich vor Beginn der Arbeiten. So vermeiden Sie die unangenehme Überraschung, dass sich eine neue Duschwanne nicht an die vorhandene Abwasserleitung anschließen lässt.

In mehreren Ratgebern wird erklärt, wie Sie eine Duschwanne einfach ausbauen und dabei die verschiedenen Montagearten berücksichtigen. Das hilft, die genaue Einbausituation vor Beginn der Arbeiten zu bestimmen.

Nahaufnahme von behandschuhten Händen, die vor dem Ausbau die Silikonfuge rund um eine Duschwanne aufschneiden

Ablauf und Abwasseranschluss lösen: eine häufige Problemstelle

Die meisten Probleme treten am Anschluss zwischen Duschwanne und Abwasserleitung auf. Bei manchen Modellen sind an der Ablaufabdeckung keine Schrauben zu sehen. Das ist bei Abläufen mit Drehverschluss oder bei Clipsystemen der Fall. Zum Ausbau wird die Abdeckung von Hand oder mit einer mit einem Tuch geschützten Wasserpumpenzange gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

Klassischer Schraubablauf oder Clipablauf

Bei einem Schraubablauf lässt sich der Ablaufkörper mit einem Rollgabelschlüssel oder einer Ablaufzange (Kreuzschlüssel) von der Duschwanne lösen. Ist das Gewinde festgefressen, reichen meist einige Minuten Einwirkzeit mit einem Rostlöser, um die Verbindung zu lösen.

Bei einem Clipablauf muss die Abdeckung nach dem Lösen der Befestigungslaschen nach oben gezogen werden. Gibt es keine Revisionsöffnung von unten, lässt sich der Abwasseranschluss nur lösen, indem Sie die Duschwanne anheben, nachdem Sie die umlaufenden Fugen aufgeschnitten haben. Anschließend ziehen Sie den flexiblen Schlauch vom Siphon ab.

Keine Revisionsöffnung vorhanden

In älteren Wohnungen gibt es häufig keine Revisionsöffnung. Das Forum Plombiers Réunis beschreibt einen solchen Fall: Die ausführende Person muss dann die Silikonfuge rundherum aufschneiden, die Duschwanne nach und nach anheben und nach dem Ausbau von oben an den Siphon gelangen. Ein dünnes Brecheisen, das unter den Rand geschoben wird, erleichtert das Anheben, ohne die angrenzenden Fliesen zu beschädigen.

Verborgene Risiken unter der Duschwanne: Asbest und beschädigter Untergrund

Beim Ausbau einer Duschwanne in einem Gebäude, das vor Ende der 1990er-Jahre errichtet wurde, können asbesthaltige Materialien zum Vorschein kommen. Bodenplatten, bestimmte Ausgleichsmassen oder ältere Kleber können Asbest enthalten. Ein im Rahmen eines Verkaufs erstelltes Asbestgutachten deckt nicht unbedingt den konkreten Arbeitsbereich ab. Vor dem Aufbrechen oder Abschleifen sollte unbedingt geprüft werden, ob eine auf den Umfang der Arbeiten abgestimmte Asbesterkundung vorliegt.

Abgesehen von Asbest zeigt sich beim Ausbau manchmal auch ein beschädigter Untergrund. Eine durch Feuchtigkeit aufgequollene Platte, ein fleckiger Boden oder eine bröckelige Ausgleichsmasse deuten auf einen früheren Wasserschaden hin. Diese Schäden mit einer neuen Duschwanne zu überdecken, ohne die Ursache zu beheben, wäre ein Fehler: Ein intakter Untergrund ist entscheidend für die Dichtheit und Lebensdauer der neuen Installation.

Ausgebaute Duschwanne an eine Ziegelwand gelehnt, daneben liegen Sanitärwerkzeuge auf dem Boden

Werkzeuge und Vorsichtsmaßnahmen für den beschädigungsfreien Ausbau einer Duschwanne

Die benötigten Werkzeuge sind überschaubar, doch jedes hat eine bestimmte Aufgabe. Eine falsche Bewegung im falschen Moment kann ausreichen, um eine Fliese zu beschädigen oder eine Leitung zu beschädigen.

  • Cutter oder Teppichmesser mit einziehbarer Klinge: zum Aufschneiden der Silikonfuge rund um die Duschwanne. Halten Sie die Klinge flach an der Wand, damit Sie die Wandfliesen nicht zerkratzen.
  • Dünnes Brecheisen oder stabiler Spachtel: unter den Rand der Duschwanne schieben, um sie nach und nach zu lösen. Arbeiten Sie mit mehreren kleinen Hebelbewegungen, statt nur an einer Seite kräftig zu drücken.
  • Wasserpumpenzange oder Ablaufzange: zum Abschrauben des Ablaufkörpers. Wenn die Duschwanne wiederverwendet werden soll, schützen Sie die verchromte Oberfläche mit einem Tuch.
  • Rostlöser: auf festgefressene Gewinde auftragen und mehrere Minuten einwirken lassen, bevor Sie Kraft anwenden.
  • Eimer und Wischmopp: Wenn Sie die Wasserzufuhr abstellen, läuft der Siphon nicht leer. Beim Lösen des Anschlusses tritt immer Restwasser aus.

Vor dem Ausbau sollten Sie als Erstes die Wasserzufuhr zum Badezimmer abstellen – nicht nur den Duschhahn. Öffnen Sie anschließend die Mischbatterie, um den verbleibenden Druck aus den Leitungen abzulassen.

Fliesen beim Anheben schützen

Holz- oder Gummikeile zwischen Brecheisen und Boden verhindern Abplatzungen. Bei empfindlichen Fliesen (Terrakotta, ältere glasierte Steinzeugfliesen) verteilt ein Stück Sperrholz den Druck und vermeidet direkte Kontaktstellen.

Entsorgung nach dem Ausbau der Duschwanne

Eine Duschwanne aus Steinzeug, Keramik oder Kunstharz gehört nicht in einen Container für gemischte Abfälle. Diese Materialien zählen zu den mineralischen Bauabfällen und müssen auf einem Wertstoffhof abgegeben oder von einem Entsorgungsdienstleister abgeholt werden. Wenn Sie diesen Punkt gleich zu Beginn des Projekts einplanen, stehen Sie später nicht mit einer sperrigen Duschwanne und ohne Entsorgungsmöglichkeit da.

Reste von Silikon, Kleber und Mörtel, die sich beim Ausbau lösen, müssen getrennt entsorgt werden. Ein eigener Bauschuttsack für Reste der Verankerung erleichtert die abschließende Reinigung und die Entsorgung auf dem Wertstoffhof.

Beim Ausbau einer Duschwanne kommt es auf drei Faktoren an: die Befestigungsart, den Zugang zum Ablauf und den Zustand des Untergrunds. Wenn Sie diese Punkte prüfen, bevor Sie auch nur eine Fuge aufschneiden, können Sie die passende Methode wählen und unangenehme Überraschungen vermeiden, sobald die Duschwanne angehoben ist.

Eine Duschwanne einfach ausbauen: Die wichtigsten Schritte für einen schadensfreien Ausbau